Wie kürze ich meine Nägel richtig?

Unsachgemäß gekürzte Nägel sind wirklich kein schöner Anblick. Der lässt sich aber auf sehr einfache Weise vermeiden. Das Allerwichtigste zuerst: Fingernägel werden nicht geschnitten sondern geknipst und nachgefeilt. Und das hat mehrere gute Gründe: Das Schneiden der Fingernägel mit der Schere erhöht die Gefahr, dass die Fingernägel brüchig werden oder kleine Risse in der Nagelplatte bilden, in die dann Feuchtigkeit eindringt. Bei Beschädigung des sogenannten Intermediärnagels (die direkte Verbindung zwischen Nagel und Finger) können sich Pilze und Bakterien ansiedeln. Dies gilt für alle scharfkantigen Stellen, die durch das Nägel schneiden entstanden sind. Schnittkanten die durch Nagelschneiden entstanden sind, sollten daher in jedem Fall mit einer Feile weggefeilt werden.

Schere, Knipser oder Feile?

Vor dem Kürzen der Nägel mittels eines Knipsers oder einer Feile sollten die Finger trocken sein, denn sind die Fingernägel feucht, besteht erhöhte Gefahr des Einreißens. Dann gilt die Regel „Erst lang, dann kurz“ – und so gleichmäßig wie möglich. Verbliebene Ecken und Kanten werden mittels einer Feile entfernt. Der ideale Fingernagel ist möglichst mandelförmig. Dies schaut nicht nur gut aus, sondern erhöht die Stabilität des Nagels. Am Schluss sollte der Fingernagel in etwa so lang sein, dass er die Fingerkuppe ein ganz kleines bisschen überragt. Wer eckige Fingernägel haben möchte, feilt zunächst die linken und rechten Ränder des Fingernagels und erst zum Schluss die Nagelspitze ab. Es muss dabei immer darauf geachtet werden, stets nur in eine Richtung zu arbeiten und zwar vom Nagelbett zur Nagelspitze. Dadurch wachsen die Nägel besser, vor allem aber könnten sonst Verletzungen am unteren Nagelbett entstehen. Die sind zwar klein und ungefährlich, aber ebenso unschön wie schmerzhaft.

Feilen – alles außer gewöhnlich?

Nach dem Knipsen kommt die Feile, die dem Nageltyp entsprechen sollte. Es gibt eine große Anzahl unterschiedlicher Feilen, etwa für besonders starke, feine, dünne, brüchige und empfindliche Nägel. Metallfeilen sollten nur für gröbere Problemzonen verwendet werden. Am Schonendsten für den Nagel sind Sandblattfeilen mit möglichst feiner Körnung. Damit lassen sich zudem auch kleinste Kanten und Risse entfernen. Wenn es nur um die wöchentliche Korrektur geht, braucht es auch gar keinen Knipser, da genügt eine Feile. Aber ganz umsonst ist der Kauf einer Nagelschere auch nicht, denn für die deutlich robusteren Fußnägel kann sie ohne Bedenken eingesetzt werden. Vorbeugend kann auch Einiges getan werden, eine abwechslungsreiche Ernährung sowie eventuell noch Kieselerde (gibt es auch in Kapselform) stärken die Fingernägel und zur Pflege kann ab und an ein wenig Nagelöl oder auch Olivenöl nicht schaden. Das professionelle Bearbeiten der Fingernägel ist halt keine gewöhnliche, sondern eine zeitaufwändige Prozedur und verschlingt in etwa so viel Zeit wie der Rest der Maniküre. Und ganz umsonst ist der Kauf einer Nagelschere auch nicht, denn für die deutlich robusteren Fußnägel kann sie ohne Bedenken eingesetzt werden.

OPI-Hawaii 6